Schwefel  Merkur  Salz  Union/Fixierung
    Union und Fixierung

Nun sind wir fast am Ende des ersten Experimentenzyklus, das in der totalen Desintegration des Rosmarins in sechs feine Substanzen besteht, die aber fundamental in drei reduzierbar sind:
Das Mercurius (der Geist) das sich unter Form von ätolischem Alkohol präsentiert; dieser hat die Eigenschaft das er brennbar ist und einen stechenden und säuerlichen Geruch aufweist.
Der Sulfur (Schwefel) der sich in seinem fliehenden Teil unter Form von ätherischem Öl präsentiert, und in seinem nicht fliehbaren Teil in zwei Salzen, eines im Wasser auflösbar und das andere nicht.
Das Salz das sich unter der Form von einer sehr feinen und pulvrigen Substanz darbietet; auch diese ist aus zwei Salzen zusammengesetzt: eines das auflösbar ist (Sal salis) und das andere nicht auflösbar, das den Namen Caput Mortum erhält.

Wir haben also das Mercurius erhalten, den Schwefel und vier Salze, die jeweils eine andere Vibration besitzen; wenn wir das Ganze in Maßeinheiten ausdrücken wollen hätten wir: 2,5 ml puren ätolischen Alkohol, 5ml pures Essenzöl, 1g auflösbares Salz des Schwefels, 3g nicht auflösbares Salz des Schwefels , 1g Sal salis und 5g Caput Mortum, alles in allem 10g Salz. Um sich das besser vorstellen zu können, kann man sich das Schema anschauen.

Aber wieso lässt die Natur seine essenziellen Eigenschaften genau in diesen Proportionen? Aus welchem Grund ist die Menge des ätherischen Öls die doppelte als die vom Alkohol, und das Salz das doppelte des Essenzöls? Warum haben wir diese "komischen" und zugleich harmonischen Proportionen?
Alles ist Vibration im Universum. Jedes Lebewesen auf der Erde, jede Farbe, Ton, Gedanke, Seelenzustand, Wahrnehmung ist ständig von Vibrationen durchquert. Was auch immer für eine Struktur die Materie aufweist, auf welcher Ebene sie auch sein mag, jede Art von Materie kann nicht existieren wenn sie nicht von Vibrationen durchdrungen wird. Materie und Vibrationen sind eng miteinander verbunden wie wenn sie eine einzige Sache wären. Jedes Mal wenn ein fester, flüssiger, luftiger, feuriger oder ätherischer Körper von einer leichteren und schnelleren Vibration oder langsameren und schwereren Vibration durchdrungen wird als diese, die er im Moment besitzt, halbiert sich seine Densität oder verdoppelt sich, um eine unvermeidliche Veränderung seines aktuellen Zustandes zu provozieren. Wenn sich die Dichte halbiert im Moment in dem die Materie von einer leichteren und schnelleren Vibration durchdrungen ist, und wenn sich die Densität verdoppelt im Moment, in dem sie von einer schwereren und langsameren Vibration durchkreuzt ist, kann das nur heißen, das die Geschwindigkeit der Vibrationen antiproportional zur Densität der Materie ist.
Je dichter die Materie ist, desto langsamer und schwerer wird die Vibration sein die diese durchdringt.
Je leichter die Materie ist, desto schneller wird die Vibration sein.

Wenn wir dem oben ausgelegtem Prinzip folgen, können wir also sagen, dass der ätolische Alkohol, das ätherische Öl und das Salz völlig verschiedene Dichten haben, auch wenn sie das gleiche Gewicht haben, oder man die gleiche Maßeinheit hernimmt; dies eben weil sie von verschiedenen Vibrationen durchdrungen sind. Auch wenn je ein Tropfen purem ätolischem Alkohol und Essenzöl das gleiche Gewicht haben, weisen sie eine total verschiedene Densität der Materie auf, weil sie von zwei unterschiedlichen Vibrationen durchdrungen sind; das gleiche gilt für ein Gramm Salz und ein Milliliter ätherisches Öl.
Wir können uns eine ähnliche Proportion zwischen zwei Personen vorstellen, die beide 60 kg wiegen: Wenn einer von beiden eine Grippe hat und der andere in perfektem Gesundheitszustand ist, wird die Dichte der Materie des erstem circa das doppelte sein, weil er schwerer schwingt als der zweite; dies kann jeder nachvollziehen, das man sich schwerer fühlt wenn man erkrankt ist als wenn man gesund ist. Aus dem gleichem Grund, ein Individuum das kein Fleisch ißt, wird leichter schwingen als ein anderes das ständig tote Tiere verzehrt; dasselbe gilt auch für eine Person die Alkohol und Drogen gebraucht als eine sportliche Person: die zweite wird schneller und leichter schwingen. Das erklärt auch den Grund warum wenige Tropfen vom ätherischem Öl des Rosmarins manchmal wirksamer und heilsamer sind als ein Rosmarintee. In der Tat, der Rosmarintee verliert einen Großteil seiner Heileigenschaften während er im Wasser gekocht wird, weil diese mit dem Wasserdampf fliehen und nicht wieder eingefangen werden wie es mit der Destillation passiert. Das Öl hingegen, so wie wir es extraktiert haben, verliert keinerlei seiner Eigenschaften dank der hermetischen Schließung der Destillieranlage; wegen dem beinhaltet es unversehrt seine leichten und schnellen Vibrationen, während ein Großteil beim Teekochen verloren geht.
Die Natur in seiner unendlichen Weisheit gibt uns genaue Gesetze vor, die man beobachten muss. Um eine harmonische Reintegrierung von den essentialen Teilen der Pflanze zu haben, werden wir also die obengenannte Proportion und die Dosierung(in Gramm und Milliliter ausgedrückt) verwenden.
Es fehlen noch zwei Prozesse um den ersten Zyklus zu beenden. Um das ätherische Öl zu extraktieren haben wir die Destillation verwendet, um das Mercurius zu gewinnen die Gärung; um beide auf eine andere Ebene zu bringen haben wir die Sublimation verwendet. Um die Salze zu gewinnen hat man die Kalzinierung verwendet, und um die fliehbaren Salzen von den nicht fliehbaren zu trennen haben wir den Prozess der Solution verwendet. Dies kann man sich bildlich HIER anschauen
Dank der Union werden wir die ganzen Teile vereinen um eine harmonische Mischung herzustellen die wir mit der Fixierung stabil und kompakt werden lassen. Mit den ersten fünf Prozessen haben wir nichts anderes gemacht als die Substanzen zu separieren (trennen) und zu purifizieren; mit den letzten beiden werden wir sie vereinen und kristallisieren. Am Anfang haben wir zerstört und nun müssen wir wieder schaffen. Vorher haben wir aufgelöst (Solve) und nun müssen wir koagulieren (et Coagula).
Um die sechs Substanzen zu mischen, stellen wir eine Teigähnliche Masse her, die die man auch während des Brot- oder Pizzaknetens erhält; oder auch wie es das Maurerhandwerk erfragt wenn eine Zementmischung hergestellt wird.
Erst muss man alle vier Salze in einem Porzellanbehälter sehr vorsichtig mischen. Wenn wir ein einziges Pulver erhalten haben, geben wir diesem eine vulkanähnliche Form und fügen die 5 ml ätherisches Öl hinzu. Wenn das Salz das Öl komplett aufgesaugt hat, können wir nun den ätolischen Alkohol hinzugeben und wir vermischen alles ein letztes Mal bis die Masse eine teigartige Form annimmt. Während dieses Prozesses müssen wir sehr achtgeben, dass der Teig keine Risse, Löcher und ähnliches hat. Der Prozess der Union ist beendet wenn der Teig den ganzen Alkohol aufgenommen hat. Das Resultat wird eine kompakte, tonartige Mischung sein, die aber noch weich und verformbar ist. Um sie zu härten, sodass sich der Alkohol und die Essenz komplett im Salz fixieren und der Teig eine Steinartige Form annimmt, muss er unter die Aktion einer Temperatur (die nicht höher als 50°- 60° sein darf) gegeben werden. In anderen Worten, die teigartige Substanz muss unter einer fast natürlichen Temperatur gekocht werden, bis sie sich verfestigt; einmal verfestigt, ist es ratsam die Temperatur zu erhöhen damit die Substanz schwarz und ganz durchgekocht wird (der berühmte schwarze Stein der Alchemisten).
Durch die Union der drei purifizierten philosophischen Prinzipien und der Formierung des schwarzen Steins sind wir nun am Ende des Ersten Zyklus angelangt. Der Rosmarin hat sich in einen kleinen schwarzen Stein verwandelt, ohne dass irgendein Teil von der Pflanze eliminiert worden ist. Das was am Anfang dieses Experiments eine riesige Menge Rosmarin war, hat nun seine Vibrationen erhöht und sich in einen Stein verwandelt, den wir im zweiten Zyklus weiterhin purifizieren werden um den Stein der Weisen zu erhalten.